Tennis – die ersten Jahre

Tennis ist für mich fast so wichtig wie für andere Leute Essen und Trinken. Ich spiele bereits seit meinem 5. Lebensjahr. Mein erster Schläger war noch ein vom Trainer abgesägter Holzschläger. Der Tennisplatz befand sich schräg gegenüber auf der anderen Straßenseite. In unserem Haus wohnte eine Familie mit einer 1 Jahr älteren Tochter, mit der ich gemeinsam die ersten und auch noch viele weitere Stunden auf dem Platz verbrachte. Der Verein in dem ich die ersten 15 Jahre spielte war die TTVg Grün-Weiß Eil 1928 e.V. Dort sammelte ich viele wertvolle Erfahrungen in allen Altersklassen von den Mädchen, über die Juniorinnen, bis zu den Damen. Ich lernte Doppelfehler und Niederlagen zu verkraften, fluchen, Ruhe bewahren (zumindest so zu tun als ob), den Gegner bis zum letzten Punkt nicht zu unter- oder zu überschätzen und vor allem die goldene Grundregel: “Das Spiel ist erst zu Ende, wenn der letzte Punkt gespielt ist”. Neben dem Tennisspiel zählte hier auch die Gemeinschaft in den Mannschaften und im Verein zu unvergessenen Erlebnissen. Gerne erinnere ich mich an diverse Aufstiegsfeiern, Vereinsfeiern und Jugendfahrten. Zusätzlich zum Sport entdeckte ich dabei auch mein Interesse an der aktiven Vereinsarbeit, damals als Jugendwartin. Da man sich vorstellen kann, dass ich so eine Menge Zeit auf dem Tennisplatz verbrachte, wird es niemanden wundern, dass dies auch meinen damaligen Freund und heutigen Mann ansteckte. Erst fing er auch an Tennis zu spielen und dann übernahm er den Posten des Sportwartes. So ging das dann, bis wir uns entschlossen, in seiner Wohnung in Sürth zusammenzuziehen.